Archive for the 'Nerdism' Category

Badass Bunny

September 23, 2008

Vermutlich kein besonders güldenes Beispiel für Streetart, aber ich hab mich eben auf dem Weg zum Zahnarzt gefreut, dass sich außer mir noch jemand an Bucky O’Hare erinnert. Gesehen in der Eifflerstraße.

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Vorwärts nimmer, rückwärts immer

September 10, 2008

Es gibt ja nicht bloß alberne Science Fiction, wo Raumschiffe an Nylonfäden durchs Bild gezogen werden. Zuletzt hab ich mir außerdem Primer angesehen, gedreht für etwa 7000 Dollar (so ein Film, wo der Bruder des Hauptdarstellers, der auch Drehbuchautor und Regisseur ist, mit seiner Frau die Crew bekocht). Zwei Typen, die sich über Strecken des Films ausschließlich in Physikerkauderwelsch unterhalten („…in all the Feynman diagrams, what’s the one variable that you can turn into negative and still get rational answers from?“ – Yup, me neither), bauen aus Versehen eine Zeitmaschine. Für jemanden, der mit „Zurück in die Zukunft“ aufgewachsen ist, scheinen Abe und Aaron zunächst große Vorsicht an den Tag zu legen, keine Paradoxa zu erzeugen. Die Zeitmaschine funktioniert anders als ein DeLorean („Wo wir hingehen, brauchen wir keine Straßen…“): Der Zeitpunkt, an dem sie eingeschaltet wird, ist immer Endpunkt der Zeitreise, man kann also von der Zukunft nur zurück und auch niemals in die Zeit vor ihrer Erfindung. Um dort hinzukommen, muss man exakt die gleiche Zeitspanne in der Maschine verbringen: Du schaltest sie jetzt ein, wartest sechs Stunden, gehst hinein und verbringst sechs Stunden in der Box, um am Ausgangspunkt wieder herauszukommen. Klingt kompliziert, wird komplizierter.

Primer ist grandios in seiner Nüchternheit, aber immens verstiegen. Die meiste Zeit hat man keine Ahnung, was passiert, und wenn doch, war es gut geraten. Einer der Handvoll Filme, die in den letzten Jahren harte Science Fiction in die Kinos gebracht haben. Das heißt, sehr, sehr wenige Kinos.

Trailer

Unidentified Flying Objects

September 9, 2008

Gerry Andersons „UFO“ ist ein bisschen wie die britische Entsprechung von „Raumpatrouille Orion“, wenn auch mit besseren Spezialeffekten (das muss man 1970 allerdings relativ sehen). Aliens sind unbedingt böse, die Musik aufgedrehter Spaceorgelwahnsinn und alles ist irgendwie ungeheuer unpraktisch (statt etwa das S.H.A.D.O.¹-Kommandozentrum über einen geheimen Zugang zu erreichen, fährt gleich Commander Strakers komplettes Büro ins Untergeschoss; außerdem ist die Tarnidentität des Hauptquartiers so etwas total Unflashiges wie ausgerechnet ein Filmstudio!). U-Boot-Besatzungen tragen schlimme Netzhemden, und Einwegspiegel waren wohl damals noch futuristisch. Die Serie erscheint demnächst auf DVD und ich hab gestern mal die erste Folge angesehen: beigebunt und Budget wie eine ganze Staffel Doctor Who. Das alles soll 1980 spielen, deswegen sehen die Autos aus wie fieberkranke Volvos. Mir gefällt das.

Anderson hat davor Puppentrickserien wie „Captain Scarlet and The Mysterons“ und „Thunderbirds“ kreiert. Und eigentlich ist es erstaunlich, wie sehr die Live-Action-Versuche (danach „Space:1999“ bzw. „Mondbasis Alpha“) dem Puppentrick in Dramaturgie und Look ähneln…

UFO Intro
Thunderbirds Intro

¹ S.H.A.D.O. – Supreme Headquarters Alien Defence Organisation; ich hätte ja noch ein „Worldwide!“ angehängt.

ziemlich groß

September 4, 2008

New results have placed an upper limit on the current size of black holes – and at fifty billion suns it’s pretty damn big.  That’s a hundred thousand tredagrams, and you’ll never get the chance to use that word in relation to anything else.