Mopedschweyz weltweit

September 10, 2008

Herr Fuchs, das Geschleime war gar nicht notwendig, Sie sind bereits in der Blogroll.

Nachtrag: Munitionen ist ein äußerst lesenswertes Blog über Popkultur, Politik und Psychopharmakologie, mit Samthandschuhen angefasst von den süßesten Menschen, die jemals das Hassen lernten. Und ich würde das sogar schreiben, wenn ich nicht dafür bezahlt würde.

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Vorwärts nimmer, rückwärts immer

September 10, 2008

Es gibt ja nicht bloß alberne Science Fiction, wo Raumschiffe an Nylonfäden durchs Bild gezogen werden. Zuletzt hab ich mir außerdem Primer angesehen, gedreht für etwa 7000 Dollar (so ein Film, wo der Bruder des Hauptdarstellers, der auch Drehbuchautor und Regisseur ist, mit seiner Frau die Crew bekocht). Zwei Typen, die sich über Strecken des Films ausschließlich in Physikerkauderwelsch unterhalten („…in all the Feynman diagrams, what’s the one variable that you can turn into negative and still get rational answers from?“ – Yup, me neither), bauen aus Versehen eine Zeitmaschine. Für jemanden, der mit „Zurück in die Zukunft“ aufgewachsen ist, scheinen Abe und Aaron zunächst große Vorsicht an den Tag zu legen, keine Paradoxa zu erzeugen. Die Zeitmaschine funktioniert anders als ein DeLorean („Wo wir hingehen, brauchen wir keine Straßen…“): Der Zeitpunkt, an dem sie eingeschaltet wird, ist immer Endpunkt der Zeitreise, man kann also von der Zukunft nur zurück und auch niemals in die Zeit vor ihrer Erfindung. Um dort hinzukommen, muss man exakt die gleiche Zeitspanne in der Maschine verbringen: Du schaltest sie jetzt ein, wartest sechs Stunden, gehst hinein und verbringst sechs Stunden in der Box, um am Ausgangspunkt wieder herauszukommen. Klingt kompliziert, wird komplizierter.

Primer ist grandios in seiner Nüchternheit, aber immens verstiegen. Die meiste Zeit hat man keine Ahnung, was passiert, und wenn doch, war es gut geraten. Einer der Handvoll Filme, die in den letzten Jahren harte Science Fiction in die Kinos gebracht haben. Das heißt, sehr, sehr wenige Kinos.

Trailer


Intermission

September 9, 2008

Leider liegt Muxtape immer noch im Clinch mit der RIAA, der amerikanischen Tonträgerindustrie. Gute Idee, dieses Onlinemixtape, das jedem User Platz für 12 Lieblingssongs einräumte, die von einem einfacher nicht zu denkenden Interface gestreamt wurden. War nur eine Frage der Zeit, dass der Copyrightkraken da irgendwann den Riegel vorschiebt. Aus Mangel an Alternativen (mixwit ist irgendwie nicht so schick und sucht sich die Songs aus dem Netz statt von der Festplatte) hab ich mal laut.fm ausprobiert: Man ist sein eigener Radiochef und kann stundenlang Programm reinstellen, aus einer bestehenden Bibliothek oder Uploads der eigenen. Irgendein Bug ist drin, der mich pro Login bloß einen Song hochladen lässt, so macht das keinen Spaß. Darum wird das Radio wohl bald zur Karteileiche ohne Aktualitätsbezug verkommen.


Unidentified Flying Objects

September 9, 2008

Gerry Andersons „UFO“ ist ein bisschen wie die britische Entsprechung von „Raumpatrouille Orion“, wenn auch mit besseren Spezialeffekten (das muss man 1970 allerdings relativ sehen). Aliens sind unbedingt böse, die Musik aufgedrehter Spaceorgelwahnsinn und alles ist irgendwie ungeheuer unpraktisch (statt etwa das S.H.A.D.O.¹-Kommandozentrum über einen geheimen Zugang zu erreichen, fährt gleich Commander Strakers komplettes Büro ins Untergeschoss; außerdem ist die Tarnidentität des Hauptquartiers so etwas total Unflashiges wie ausgerechnet ein Filmstudio!). U-Boot-Besatzungen tragen schlimme Netzhemden, und Einwegspiegel waren wohl damals noch futuristisch. Die Serie erscheint demnächst auf DVD und ich hab gestern mal die erste Folge angesehen: beigebunt und Budget wie eine ganze Staffel Doctor Who. Das alles soll 1980 spielen, deswegen sehen die Autos aus wie fieberkranke Volvos. Mir gefällt das.

Anderson hat davor Puppentrickserien wie „Captain Scarlet and The Mysterons“ und „Thunderbirds“ kreiert. Und eigentlich ist es erstaunlich, wie sehr die Live-Action-Versuche (danach „Space:1999“ bzw. „Mondbasis Alpha“) dem Puppentrick in Dramaturgie und Look ähneln…

UFO Intro
Thunderbirds Intro

¹ S.H.A.D.O. – Supreme Headquarters Alien Defence Organisation; ich hätte ja noch ein „Worldwide!“ angehängt.


Moving

September 8, 2008

Ich bin auf der Suche nach einer neuen Bleibe und habe heute einen Besichtigungstermin in einer Wohnung, die vormals auch von Katzen bewohnt wurde (hab ich eigentlich Allergietabletten dabei?). Randall Munroe und Katzencontent im dritten Posting: das Blog nimmt Fahrt auf.


ziemlich groß

September 4, 2008

New results have placed an upper limit on the current size of black holes – and at fifty billion suns it’s pretty damn big.  That’s a hundred thousand tredagrams, and you’ll never get the chance to use that word in relation to anything else.


im wald

August 28, 2008

wunderbarer song der fleet foxes, noch wunderbarer dargeboten von zwei schwedischen mädels, die sich nichtcovernderweise first aid kit nennen. bitteschön, der „tiger mountain peasant song“:

via gvsb